11.01.2010

Neues aus der Werkstatt

Am Samstag war es endlich soweit: Der Benz durfte zu seiner ersten Reparatur-/Inspektionssitzung in die Werkstatt des Autohaus Horst Wagner in Aplerbeck. Auf dem Programm standen einige kleinere Arbeiten (Flüssigkeitsstände prüfen etc.) und einige größere (Radio, Zusatzscheinwerfer). Los ging es, nach wir uns durch die von Daisy eingepulverte Stadt gekämpft hatten, gegen 11 Uhr. Mit Torsten, Werkstattmeister im Autohaus Wagner, hatten wir glücklicherweise einen fähigen Mann an unserer Seite. Rückblickend hätten wir in derselben Zeit, die wir am Samstag für alle Arbeiten brauchten, wahrscheinlich gerade mal das Radio angeschlossen bekommen – wenn überhaupt.

Dank Torstens Hilfe schallte aber schnell die Musik der einzigen vorhandenen CD (Rock Christmas, geil!) durch die Werkstatt, wenn auch nur aus drei Boxen, da aus uns unerklärlichen Gründen in einer Tür kein Lautsprecher zu finden war. Als nächstes hatte Torsten dann die rettende Idee, unsere fehlende Antenne einfach durch etwas Draht zu ersetzen, den wir dann fachmännisch in eine Herzform brachten. Danach war dann eigentlich die Sicherung hinter dem Tacho dran, nach kurzem Überlegen entschieden wir uns aber gegen den komplizierten Ausbau und für “kein Licht in der Mittelkonsole”.

In der Zwischenzeit hatte Sebastian die Verkleidungen im Kofferraum gelöst und eine Undichtigkeit im Wischwasserbehälter der Rückscheibe entdeckt, die dafür gesorgt hatte, dass der gesamte Bereich voll mit Wasser in gefrorenem Zustand war. Nachdem das Eis langsam abgetaut war, konnte dann die Stelle trocken gelegt werden, der Wischwasserbehälter wurde samt Pumpe abgedichtet und nun wuppt alles wieder.

Nachdem der Chef des Autohauses uns eine riesige Kanne Kaffee spendiert hatte, ging es an unser Hauptanliegen für diesen Samstag: das Anbringen der Hella-Zusatzscheinwerfer, die wir von RM Rallye Tec gesponsort bekommen hatten. Da die Dinger so was von riesig waren, schied die Stoßstange als Anbauort schnell aus. Der Dachgepäckträger lag leider noch in Hannover bei seinem alten Besitzer, so dass auch hier keine Scheinwerfer angebaut werden konnten. So mussten die Lampen direkt aufs Dach. Die Innenverkleidung kam runter und schon war der Bohrer angesetzt. Art und Sebastian erfüllten Handlangerarbeiten, während Torsten die wirklich wichtigen Schritte (alle!) ausführte. Nach einigem Hin und Her waren die Kabel in den Innenraum verlegt, der Schalter verbaut, Relais und Sicherung angeschlossen und die beiden Scheinwerfer (mittlerweile mit extrastarken 100 Watt-Birnen drin) auf dem Dach montiert. Der erste Test zeigte die beeindruckende Leuchtkraft unser neuen Lampen, die dem Wagen etwas Mickey-Mouse-Artikels verleihen. Nach kurzer Zeit und Nachjustierungen machte es dann “pitsch” und die Sicherung flog raus. Irgendwo kam also ein Kabel an Masse. Also musste Torsten alles noch mal nachmessen, Art schraubte die Lampengehäuse auf, Sebastian isolierte die Kabel und alles wurde wieder zusammengebaut. Das machten wir insgesamt drei Mal, dann waren auch die letzten Schwachstellen der neuen Konstruktion beseitigt und der Wagen konnte wieder zusammengebaut werden.

Dann wurden noch die Zündkerzen, der Unterboden, die Federung und alle Flüssigkeiten kontrolliert, die Scheinwerfer (diesmal die serienmäßig verbauten) bekamen neue “All-day”-Birnen in modischem Gelb verpasst, außerdem spendete uns das Autohaus Wagner vier Ersatzzündkerzen, einen Kanister Motoröl, Frostschutz für den Kühler, drei Flaschen WD40, Bremsenreiniger, zahlreiche andere Flüssigkeiten, ein Abschleppseil, einen Verbandskasten, einige Schraubenzieher, Überbrückungskabel, Sicherungen und vieles mehr. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle!

Torsten hatte zudem tütenweise Spielzeugautos und Kuscheltiere dabei, die wir mit nach Afrika nehmen können; außerdem noch stylisches 70er-Jahre-Campinggeschirr, damit wir in der Wüste standesgemäß speisen können.

Als es bereits dunkel wurde, war unser Tag in der Werkstatt um und wir konnten Torsten in seinen wohlverdienten Feierabend entlassen. Im Anschluss suchten wir uns noch schnell einen verschneiten Parkplatz und übten schon mal das Driften. Die Videos davon findet ihr hier.

Unser großer Dank geht an das Autohaus Horst Wagner fürs zur Verfügung stellen der Werkstatt und die Sachspenden. Und natürlich an Torsten, der uns nicht nur geholfen hat, sondern eigentlich die ganze Arbeit gemacht hat, die wir alleine niemals hinbekommen hätten. Noch einmal, auch wenn wir uns wiederholen, vielen, vielen Dank! Jetzt fühlen wir uns doch etwas sicherer, dass unser Wagen die anstrengenden 7.500 Kilometer überstehen wird. Und wenn nicht, dann konnte Torsten uns zumindest einige Basics vermitteln, so das wir kleine (gaaanz kleine) Arbeiten “on the road” und mit Hilfe unseres schlauen Buches erledigen können.

Der Benz im Schnee Daisy's Auswirkungen auf dem Weg in die Werkstatt Daisy im Rückspiegel

Torsten baut das Radio ein Der Benz von hinten Art schraubt die Sonnenblenden ab

Benz mit Herrn Kockskämper, dem Autohaus-Chef (r.) Torsten schraubt auf der anderen Seite Sebastian schraubt in unnatürlicher Haltung

Immer noch in unnatürlicher Haltung Zusatzscheinwerfer wird fachmännisch aufs Dach gebracht Empfang mit Herz

Von vorne, ohne Licht Von vorne, mit Licht Benz auf Bühne - Unterbodencheck

Torsten unten, Art oben Nochmal Art oben - Schaltung testen war angesagt Motorhaube in schraubfreundlicher Stellung

dortmund-banjul.de Zusatzscheinwerfer Autohaus Wagner-Aufkleber kleben

Mannschaftsfoto Mannschaftsfoto mit Chefmachaniker Torsten Ausfahrt nach erfolgreichem Schraubertag

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