14.03.2010

10. März 2010

Tag 9 und 10

Layonne – Dakhla

(seb)

Tag 9 startete dank Lemmis Weckversuchen etwas frueher als die bisherigen Tage. Allerdings brachten uns diese zusaetzlichen Minuten im Endeffekt auch nichts, da Team Jumbo die Zeit nutzen musste, um den Wagen rallyefein zu machen. Also musste die Stossstange weichen, damit man einen freien Blick auf den Kuehler und den Unterfahrschutz hat.

Gegen 10.30 Uhr ging es fuer uns vom Camp mitten im Nirgendwo mit viel zu wenig Schlaf los, mal wieder. Die Westsahara gruesste uns mit bestem Wetter, schon morgens stieg das Thermometer auf 25 Grad. In Layonne, einer Stadt, die nur aus Militaer zu bestehen scheint (Westsahara ist von Marokko “eingemeindet” worden und versucht seitdem eher weniger erfolgreich, eigenstaendig zu werden), trafen wir die Orgs, die uns empfahlen, noch hier etwas zu essen. Wir fuehren also in die Stadt und suchten uns das naechstbeste Cafe, welches sich als Volltreffer herausstellte. Eiskalte Cola und ein super Haehnchen-Baguette machten den Morgen zu einem guten und die weiteren knapp 500 Kilometer zu einem Vergnuegen. Von Layonne ging es weiter, immer an oder in der Naehe der Atlanikkueste Richtung Dahkla. Jetzt wurde uns erst bewusst, wie sehr sich die Landschaft seit dem gestrigen Tag veraendert hatte. Gruene Huegel und Taeler mit Baeumen, Strauechern und Bachlaeufen waren Sandduenen, schroffen Felsenformationen und staubigen Ebenen gewichen. Die Strasse war mittlerweile richtig gut ausgebaut, so dass wir mit unseren drei Wagen mit lockeren 100 bis 110 Kilometer die Stunde dahinglitten. Zeitweise war die Landschaft so menschenleer, trostlos und staubig, dass man sich auf dem Mond fuehlte.

Mittagspause machten wir, nach einem Bad (Art, Lemmi und Lorenz badeten) im Atlantik, auf dem Motorhauben der Wagen, dann ging es weiter durch die wuestenartigen Gebiete entlang des Meeres. Die Strasse war gut ausgebaut und so kamen wir recht zuegig voran. Die vielen Polizeikontrollen, bei den wir einige unserer Geschenke loswerden „durften“, bremsten die Fahrt immer wieder, trotzdem kamen wir um kurz vor 20 Uhr.am Campingplatz kurz vor Dahkla an.

Den zweiten Ruhetag gingen wir ganz entspannt an, schliefen solange es uns die Sonne/Waerme erlaubte, duschten warm (für einen Euro) und fuhren in die Stadt, um den Audi von Africar mit einem Unterbodenschutz wuestentauglich zu machen. Waehrend Phillip und Lorenz die Arbeit beaufsichtigten, schauten wir uns die Stadt an, mussten aber schnell feststellen, dass es hier nicht allzu viel gab. Gegessen wurde dann in einer kleinen Klitsche, es gab Haehnchen, Calamaris, Pommes, Dips und Brot für vier Personen; gezahlt haben wir insgesamt 15 Euro. Ein Kaffee mit Milch (einer der besten, die ich je getrunken habe) ist für 50 Cent zu haben. Guenstig ist es hier, aber schön ist anders. Mittlerweile sitzen wir im besten Hotel am Platz, um diesen Bericht abzuschicken, weil es morgen in die Wueste geht. Damit sind wir dann erst einmal knapp fuenf Tage vom Internet abgeschnitten, erst wieder im Senegal werdet ihr also von uns hoeren.

Morgen (10.03.) muessen die Autos noch vollgetankt werden, die Zusatzkanister werden gefuellt und jedes Team muss knapp 70 Liter trinkwasser für die Tage in der Wueste mitnehmen. Wenn wir das erledigt haben, geht es zur Mauretanischen Grenze und dann ab in den Sand. Im Moment sind es 30 Grad und es fuehlt sich verdammt heiß an, mal sehen, wie sich 45 Grad anfuehlen.

Bis in ein paar Tagen, drueckt uns die Daumen, dass wir uns nicht zu oft einsanden und gut durch die Wueste kommen. Der Spot-Messenger (Tracking!) wird in dieser Zeit, mal abgesehen von Handyempfang auf einer der hohen Duenen, an der wir rasten werden, die einzige Moeglichkeit sein, unseren Weg nachzuverfolgen.

Entschuldigt bitte die vielen ue und oe, aber Arts Tastatur ist eine englische und ich habe nicht die Zeit, jetzt noch alles umzuwandeln.

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes