6.03.2010

4. März 2010, 21:00 Uhr

Tag 3 und 4

Spanische Küste bei Garrucha – San Roque – Campingplatz Larache (Marokko)

(Art)

Der dritte Rallye-Tag startete sehr entspannt mit spätem Aufstehen, einer ausgiebigen Dusche und einem improvisierten Frühstück. Danach wurden die Autos startklar gemacht und ab ging es entlang der Küste zurück auf die Autobahn, um die letzten knapp 400 Kilometer bis zum Treffpunkt in San Roque abzureißen. In den Bergen direkt an der Küste konnten wir dann schon mal testen, wie die Boliden sich im Atlasgebirge in Marokko anfühlen werden. Nach zwei sonnigen Tagen mit Höchsttemperaturen von 25 Grad zeigte der Süden Spaniens beim Verlassen der Küste sein wahres winterliches Gesicht mit Regen wie aus Eimern. Dies tangierte das neu formierte Team „Jumbo Pott für Africar“ allerdings nur peripher. Konsequent wurden die kurzen Hosen angelassen, denn hey, wir waren doch in Südspanien!

Da wir immer mal wieder für kleine Rallyefahrer rausfahren mussten und sich diese kurzen „Pitstops“ dann doch meist zu längeren Pausen entwickelten, kamen wir erst gegen sechs Uhr Abends auf dem Campingplatz in San Roque an, der von dem wahrscheinlich vollsten Wärter Spaniens bewacht wurde. Nachdem wir passieren durften, wurden zuerst die Zelten aufgeworfen und dann der nächste Supermarkt aufgesucht. Dort: Geburtsstunde von Team Lorenz! Zu den Hintergründen möchte ich nur soviel anmerken, dass es Lorenz sich durch ein, zwei bemerkenswerte Geniestreiche verdient hatte, als eigenes Team aufzutreten.

Nach gefühlten fünf, geschätzten vier und tatsächlichen drei Stunden waren wir, vollbepackt mit schönen Sachen die das Leben schöner machen, wieder am Campingplatz angekommen. Dort trafen wir auch auf einen Teil der restlichen Teams (viele hatten es beim Anblick des Campingplatzes vorgezogen, in einem Hotel zu übernachten), sowie auf die Orgas, welche die Nordroute über Bordeaux gefahren waren und unglücklicherweise Kyrill 2 Hallo sagen mussten.

Der Abend wurde gefüllt mit schönen und nicht so schönen Tourberichten, die Mägen von Jumbo Pott für Africar mit recht viel Cervecas; und auch die Laterne sieht jetzt wieder richtig schön aus, nachdem wir mit Sprühdose und Schablone angerückt waren.

Der nächste Morgen kam folgerichtig etwas schwer in die Gänge. Wir hatten drei Stunden Zeit, um unsere Sachen zu packen, letzte Einkäufe zu tätigen und um zwölf Uhr Mittags die Fähre nach Tanger/Marokko zu erwischen. Dieses Ziel wurde, zur unserer eigenen Überraschung, ziemlich souverän erreicht. Am Hafen konnten wir schon mal einen Vorgeschmack bekommen, was uns bei Grenzübergängen und sonstigen Kontrollen erwarten wird: Warten, warten und nochmals warten. Nach anderthalb Stunden durften wir zum Teil auf die Fähre auffahren, nach weiteren zwei Stunden legte sie dann auch „schon“ ab.

Einschub: Wir sind sehr begeistert wie viele von euch unsere Trackingseite verfolgen, seid alle nochmals sehr lieb von uns gegrüßt. Doch wir sind nicht nur per Satellit zu verfolgen – unsere Route ist auch mittels farbiger Eyecatcher gekennzeichnet. Neuster spektakulärster Ort ist der Fahnenmast unserer Fähre.

Die Fährüberfahrt (drei Stunden) war nicht minder spektakulär. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal bei einem solchem Wellengang auf einem Schiff gewesen zu sein. Dieser übertrug sich natürlich eins zu eins auf unser Schiff, bei dem der ADAC wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätte.So bildeten sich zwei Gruppen von Passagieren: Eine, die versuchte sich die Zeit mit Essen, Meer gucken, Quatschen und Schlafen zu vertreiben während sich die zweite Gruppe die schönen Erlebnisse nochmals „durch den Kopf gehen ließ“.

Vor der Fähre ist nach der Fähre; soll heißen: Warten, warten und nochmals warten – eine Stunde Warten auf dem Parkdeck, weitere anderthalb Stunden Wartezeit auf dem Parkplatz.Diese wurde mit einem spontanem Motorhaubenpicknick überbrückt. Dann ging es auch irgendwann los in den marokkanischen Großstadtdschungel, bei dem Beinaheunfälle anscheinend zum guten Ton dazugehören. Mit einem kleinen Umweg ging es dann nach Larache, wo wir erst in ein Hotel einchecken wollten. Allerdings standen da schon so viele Rallyeteilnehmer für ein Zimmer an, so dass wir uns entschieden, trotz des schlechten Wetters, den Campingplatz aufzusuchen. Dann ging es nach einem Feierabendbier in die Zelte zur ersten Nacht in Afrika.

@ Torsten S.: Danke für die SMS. Klar benehmen wir uns! Und falls du Bier trinkst, dann trinken wir nur das, was du auch trinken würdest. ;)

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Grüße aus München und Gute Fahrt an alle wünscht Hardys Schwester/Schwager! PS: hier schneits wie Sau, seid froh das ihr auf nem anderen Kontinent seid ;)

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