Es war ja eigentlich schon absehbar gewesen, vor allem nachdem ich (Sebastian) vor zwei Wochen einen Anruf von meinem Mobilfunkanbieter bekam, ob mein Handy geklaut worden wäre. O-Ton des Mitarbeiters: “Es wurden Gespräche aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien, Senegal und Gambia geführt. Kann es sein, dass jemand ihr Telefon entwendet hat?” Hätte ich da mal “ja” gesagt, wäre ich heute um einiges reicher.

So kam es dann heute, wie es kommen musste: die Rechnung flatterte per Mail in meinen Posteingang. Gesamtsumme: 639,81 Euro. Allerdings, und das muss ich zu unserer (Christiane ist ja auch mit “schuld”) Verteidigung sagen, sind von den knapp 640 Euro natürlich auch 40 Euro auf Christianes Nummer gebucht, die sie hier in Deutschland abtelefoniert hat. Von daher haben mich die Gespräche während der Rallye “nur” 600 Euro gekostet. Merkt ihr, wie ich versuche, mir die Summe schön zu reden. Klappt nur leider nicht.

Ach ja, die normale Telefonrechnung unseres Dortmunder Festnetzanschlusses haben wir noch nicht. Da kommt auch noch mal was auf uns zu. Aber ich wollte ja unbedingt bei einer Rallye durch halb Afrika mitfahren. ;)

Immerhin gibt es auch erfreuliche Rallyenachrichten: am 24. April, als in einer Woche, findet das Nachtreffen der beiden letzten Rallye-Ausgaben in Dresden statt. Team Jumbo Pott für Africar wird in voller Mannschaftsstärke vor Ort sein und nur dann sich zufrieden geben, wenn sämtliche Ehrungen (schönstes Team, Erster Alles, grundsätzlicher Sieger, Spaßbrigade, Ohne Einsandung durch die Wüste etc.) gewonnen wurden. Wenn nicht… ne, darüber möchte ich gar nicht nachdenken.

1.04.2010

Anonyme Beschwerde

Heute erreichte mich, gleich doppelt, eine E-Mail. Einmal kam sie von einem Wegwerf-E-Mail-Anbieter (die Adresse wird nur für kurze Zeit kreiert, um anonym eine Mail abzuschicken) und einmal von einem Dienst, bei dem man sich unkompliziert eine eigene Domain erstellen kann. Beide E-Mails hatten denselben, nicht ganz freundlichen, Wortlaut und gingen mit unserer Rallyeteilnahme hart ins Gericht. Eigentlich ist das nicht die feine englische Art, eine private Korrespondenz zu veröffentlichen, ohne die Erlaubnis des Gegenübers einzuholen, aber in diesem Fall ist mein Gegenüber a) anonym und b) hat seine/ihre E-Mail mich dazu genötigt, selbst etwas zu schreiben. Da man an Wegwerf-Mail-Adressen nicht antworten kann, muss ich das jetzt hier machen und hoffe, dass die Person, die mir gemailt hat, meine Antwort hier ließt.

Also, erst einmal die anonyme Mail an mich, von heute, 14:18 (und 16:37 von einer anderen Fake-Adresse):

Glaubwürdigkeit? Guter Zweck? Euer Tripp sieht aus wie das längste Saufgelage der Welt. Und was soll das gegen die Orgs? Geht es euch im irgendetwas? Euch gings doch nur um den Scheiß Spaß und den habt ihr euch sogar von anderen bezahlen lassen. Und was soll der schwülstige Schreibstil. Der wirkt so aufgesetzt wie euer Gelaber vom guten Zweck.

Meine Antwort, die eigentlich nur für mein Gegenüber gedacht war, geht dann so:

Du bist nicht so gut drauf, oder? Wenn du genau ließt, habe ich die Orgs sogar ausdrücklich gelobt, nur der zweite Teil der Rallye, eben “der gute Zweck”, der dort vor Ort in Gambia organsiert wird, kommt in meiner Schilderung nicht so gut weg. Und das auch zu Recht, wie ich nach den Erfahrungen in Gambia finde. Das wir auf der Fahrt viel Spass hatten, steht außer Frage, dass wir mit einer super Gruppe unterwegs waren, auch. Dass wir viel getrunken haben ist richtig und auch nicht verwerflich, meiner Meinung nach. Die Fahrt ist nämlich nur Mittel zum (guten) Zweck und es wären vergebene drei Wochen, wenn man nur ernst hinter dem Steuer sitzen würde und um zehn Uhr im Bett wäre.

Ich weiß jetzt nicht, ob du schon selbst mitgefahren bist, oder es noch vorhast. Wenn ersteres, dann solltest du meine Argumentation verstehen und auch die Art, mit der ich das Erlebte beschreibe. Wenn du noch nicht gefahren bist, dann tu es und du wirst verstehen. Es gibt zwei Seiten der Medaille, wie immer. Die Fahrt und die “Arbeit” in Gambia. Beides gehört getrennt und wurde von uns (auch unseren Sponsoren gegenüber) auch so kommuniziert.

Falls du weitere Fragen/Anregungen hast: immer her damit.

Grüße, Sebastian

Ich habe nichts gegen Kritik, aber ich möchte doch gerne wissen, wer mich (uns) kritisiert. Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich gerne einen Namen, ein Gesicht oder was auch immer zu einer Meinung habe, sondern vielmehr wissen möchte, wie eine bestimmte Meinung zustande kommt.

Also, falls du hier mitliest, dann meld dich doch noch mal, allerdings unter deinem richtigen Namen, damit wir vernünftig darüber diskutieren können.

PS: Du kannst dir nicht vorstellen, was du mir mit dem Ausdruck “schwülstiger Schreibstil” für ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hast. SCHWÜLST!

Nun sind wir schon wieder seit einer Woche zurück in Deutschland und meine Gedanken hängen der Zeit in Afrika nach, wie die Wolken am Dortmunder Himmel. Mit etwas Abstand erscheint “der schwarze Kontinent” zwar unendlich weit weg, doch jedes Foto, jeder Spruch, holt einen wieder zurück. Zwar nur für einen Moment, aber doch gerade lange genug, um irgendwo zwischen Trauer darüber, dass die Zeit dort so schnell vergangen ist und Erleichterung, dass man endlich wieder zuhause ist, anzukommen und zu verweilen. Nur Sekunden später ist man wieder dort, wo man physikalisch ist, aber diese kurze gedankliche Flucht zurück, tut ein ums andere Mal gut. Wer noch nicht in Afrika war: fahrt hin. Die Betonung liegt tatsächlich auf “fahren”, denn wie der Rückflug mir bewusst machte, während ich zwischen schlechtem Bord-Essen und zwei großgewachsenen Männer eingeklemmt dort saß (oder wahlweise zusammengekauert versuchte zu schlafen), ist das Fahren, mal abgesehen vom Wandern, die beste Möglichkeit, um Afrika zu erleben. Auch wenn es mit Marokko, Mauretanien, Senegal und Gambia nur ein erschreckend kleiner Teil des riesigen Kontinents war, den wir bereisen durften, nimmt man doch einiges mit. In sechs Stunden Rückflug von Banjul nach Brüssel legten wir just die Strecke zurück, die wir, mit drei Ruhetagen zwischendurch, in drei Wochen gefahren waren. Abflug in Banjul am späten Abend, Afrika von oben bei Nacht, Ankunft in Europa in den frühen Morgenstunden – so kann man einen Kontinent auch “bereisen”; schön ist das aber nicht.

Wenn ich jetzt, nach einer Woche zurück daheim, gefragt werde, wie es war, dann antworte ich immer gleich: es war anstrengend aber unglaublich geil. Die Ausführungen, die sich anschließen, richten sich dann nach dem Fassungsvermögen meines Gegenübers und enden meist so: “Und dann fliegst du in sechs Stunden das, was du in drei Wochen gefahren bist. Krass, oder?” Dazwischen vergehen Minuten oder eine Stunde. Wenn ich anfange, fällt es mir schwer, wieder aufzuhören. Ich muss mich bremsen und vor allem davon absehen, andauernd zu erzählen, wie wenig ich geschlafen habe, wie viel ich getrunken habe und wie oft wir dem Tod so grade von der Schippe gesprungen sind. Dann erzähle ich über Dünen, bettelnde Kinder, arme Menschen, die sich selbst nicht als arm ansehen, marokkanische Märkte, Prostitution in Gambia, Verkehrsregeln die kein Mensch beachtet, Bergpässe und wie es sich anfühlt, als einziger Weißer unter Schwarzen zu sein.

Und dann werde ich gefragt, ob ich etwas besonders schön, besonders schlimm oder besonders aufregend fand. Ob ich etwas für mich mitgenommen (geistig) und mitgenommen (materiell) habe.

Besonders schön war, dass wir direkt ab dem Start vier andere Vollpfosten getroffen haben, die uns die gesamte Fahrt über begleitet haben und die mir bei unserem Abflug in Banjul Tränen in die Augen trieben. Was, Tränen? Ja ja, ich hatte was im Auge. Ich glaub es war eine dieser Brüllmücken. Wahrscheinlich hab ich jetzt Malaria. Und rote Augen. Wegen der Malaria.

Besonders schlimm fand ich, dass in Gambia, bei der Versteigerung, bei der Besichtigung der Projekte und bei der anschließenden Kommunikation mit der Dresden-Banjul-Organisation nichts so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, denn die Details müssen erst einmal auf anderem Wege geklärt werden, aber ich bin sehr enttäuscht von der Art und Weise, wie sich die ganze Sache zum Abschluss in Gambia hin entwickelte. Versteht mich nicht falsch, die Rallye war unglaublich klasse, die Organisatoren waren in meinen Augen irgendetwas zwischen Vollprofi und gutem Freund und halfen, wo sie konnten. Nur der zweite Teil, das “offizielle” Programm in Gambia, hat mich sehr enttäuscht. Aber genug davon und weiter zu: Was war besonders aufregend?

Alles, nichts. Jede neue Erfahrung war aufregend und kurze Zeit später schon wieder alt. Genauer betrachtet war dann wohl eher die Schlagzahl, mit der neue Erfahrungen auf einen einprasselten, das eigentlich Aufregende. Zumindest eher als die eigentlichen Erfahrungen an sich. Denn eines gab es nicht: Kontinuität. Es war wie im Kiosk, wenn man vor der Süßwaren-Kläppchen-Box-Abteilung steht und sagt: “Zwei von der 24.” Und plötzlich sieht man in der hintersten Ecke, fast versteckt, grüne Frösche. Und bevor man die neue Order abgegeben hat, sind einem schon die blauen Delphine aufgefallen. Und vom Lakriz will ich eigentlich gar nicht erst anfangen. Da tun sich dann nämlich neue Welten auf.

Abschließend die Frage, ob man etwas mitgenommen hat. Materiell gesehen ist die Frage recht schnell beantwortet: ein afrikanischer Holzschnitzereien-Markt + Europäer = Übergepäck.

Geistig, um es salopp zu sagen, gesehen, hat sicherlich jeder Rallyefahrer seine eigenen Erfahrungen gemacht und etwas aus Afrika mitgenommen. So auch ich; dachte ich. Afrikanische Gelassenheit, gelernt durch elf Stunden an der marokkanisch/mauretanischen Grenze und zwei Stunden Warterei auf ein Essen in Nouakchott, Pustekuchen. Der erste Vollidiot, der mir hier in Dortmund vor die Karre kam und nicht schon bei Gelb von der Ampel losgefahren war, wurde innerlich beschimpft, angehupt und verflucht. Trommelnde Finger auf dem Lenkrad signalisierten dem Voranfahrenden, sollte er mich im Rückspiegel sehen, dass ich es eilig habe, weil ich unbedingt irgendwo hin muss, aber schnell. Die “smiling coast”, wie Gambia sich urlaubswirksam nennt, war in diesem Moment so weit weg, wie Dieter Bohlen von guter Musik.

Wenn ich überhaupt etwas, mit noch frischen Abreise-Narben und noch unter dem Einfluss von Malarone (letzter Tag heute), mitgenommen habe, dann ist es die Offenheit, die man durch eine so lange Reise entwickelt. Ich habe Dinge gegessen, die man laut Reiseführer nicht essen sollte, wir sind Routen gefahren, die man laut Reiseführer nicht fahren sollte, wir haben Länder berreist, die man laut Auswärtigem Amt nicht bereisen sollte und wir haben im Wow gefeiert, wo die Prostituierten sich offen anbieten und atmen gleich Gras rauchen ist. Und, wie die Ösis auf mehreren ihrer Karten in die Heimat schrieben, wir haben überlebt. Die Sorgen meiner Eltern, Christianes und die ihrer Eltern war unbegründet, das Auto hat gehalten und die Bedenken, sich jeden Tag möglicherweise mit irgendetwas den Magen zu verderben, sind rückblickend nur zum lachen. Everyday good, wie Patrice singen würde. Wie passend, denn genau so war die Rallye. Everyday good.

Nun hat mich also der Alltag wieder. Und das ist auch gut so. Denn die Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Das tue ich, nach und nach, immer mal wieder, in stillen Momenten, wenn man gerade an nichts denkt. So wird Afrika und die Rallye wohl für lange Zeit in meinem Kopf und Herzen bleiben. Und wer weiß, ich wäre ja nicht der erste, der die Tour noch mal angeht, obwohl er weiß, was für Strapazen auf ihn zukommen. Aber jede einzelne Strapaze ist es im Endeffekt wert!

Übrigens: Durch eine Hau-Ruck-Aktion haben ich die Anzahl an Fotos, die wir gemeinsam (Jumbo Pott für Afrika mit gefühlten zehn Kameras) geschossen haben, von 7.000 auf 4.000 reduziert. Mittlerweile habe ich eine verträgliche Anzahl von Fotos zusammen (knapp 120), die für mich ein halbwegs vollständiges Abbild der Rallye geben. Die Bilder gibt es auf einer separaten Seite, und zwar hier.

Abschließend, und das wird sicherlich nicht der letzte Rückblick gewesen sein, möchte ich (bzw. wahrscheinlich auch Art) ein paar Leuten danken:

Christiane, für die Unterstützung vor, während und jetzt nach der Rallye
meinen (bzw. unseren, wenn ich für Art und mich sprechen darf) Eltern, die uns trotz Sorgen haben fahren lassen
unseren Freunden, die sich vor der Rallye immer wieder alles anhören mussten und die nach der Rallye sich noch einiges werden anhören müssen*
unseren privaten Spendern, die mit ihren finanziellen oder Sachspenden geholfen haben, Kinderaugen zum leuchten zu bringen
unseren Sponsoren, durch die unsere erfolgreiche Teilnahme erst möglich wurde
allen Mitlesern und Mitfieberern, die ab und an im Blog oder auf der offiziellen Rallyeseite unsere Tour verfolgt haben
den Organisatoren der Rallye, die uns viel abgenommen und ermöglicht haben und immer ein offenes Ohr, ein volles Bier und ein gutes Gespräch auf Lager hatten

Nach knapp vier Wochen sind wir heute morgen gegen acht Uhr wieder in Deutschland gelandet. Ein komisches Gefühl, in nur sechs Stunden Flugzeit dieselbe Strecke zurückzulegen, für die wir mit dem Wagen drei Wochen gebraucht haben. Der Abschied in Banjul war dann noch mal ein richtig trauriger Moment, da nur Art und ich flogen und der Rest von Jumbo Pott für Africar noch bis Ende der Woche in Gambia bleibt. Jetzt sind erstmal alle Koffer ausgepackt, die afrikanischen Mitbringsel haben ihren vorläufigen Platz in der Wohnung gefunden und der erste Einkauf in einem normalen Supermarkt (mit großer Auswahl, krass!) ist überstanden. Wenn Christiane nicht da wäre und uns abgeholt hätte, wäre das Post-Afrika-Tief sicherlich unvermeidbar gewesen, so hält es sich aber noch in Grenzen. Gestern schon haben wir alle Fotos zusammengetragen und sind auf knapp 7.000 Stück mit einem Volumen von 20 Gigabyte gekommen – die gilt es jetzt erstmal zu sortieren. Zwischenzeitlich werden hier aber mal immer wieder vereinzelt Fotos reingestellt, die uns beim Durchsuchen am besten gefallen haben. Also: nach der Rallye geht es hier ohne wenn und aber weiter.

Danke noch einmal an euch, Jungs, die die Rallye für uns erst zu dem gemacht haben, was sie schlussendlich war: ein unvergessliches Ereignis, dass uns neue Eindrücke und vor allem neue Freundschaften beschert hat. Danke auch an die Ösis, die es mit uns ausgehalten haben und die Orgs, die uns die ganze Tour erst ermöglicht haben! Guten Flug an Lemmi, Hardy und Philipp morgen Abend (JulBrew vorher ist Pflicht) und an Lorenz am Sonntag. Meldet euch mal über FB, wenn ihr gelandet seid.

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Fast vier Monate und knapp 12.000 Kilometer sind wir ihn gefahren, unseren Benz. Seit heute hat er einen neuen Besitzer. Im Rahmen der Auktion ist unser “Mandy” fuer 55.000 Dalasi versteigert worden, was ungefaehr 1.500 Euro entspricht. Leider lief nicht alles, wie wir uns gewuenscht haben, aber trotz allem geht der Erloes unseres Autos und von Africar (30.000 Dalasi) jetzt an eine Klinik, die das Geld gut gebrauchen kann.

Alles weitere spaeter, in einem ausfuehrlichen Bericht ueber die letzten Tage unter der gambischen Sonne, die es in sich hatten und nur wenig Zeit zum Ausruhen boten.

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20.03.2010

Welcome 2

18.03.2010

Angekommen!

(Seb)

Gestern Nacht ritten wir mit Polizeischutz nach Banjul ein. Abgesperrte Kreuzungen saeumten unseren Weg, ein kleines Buschfeuer am Wegrand sorgte fuer die richtige Stimmung, als wir in zwei Mercedes Benz 124ern und einem Audi 100 die Kuestenstrasse zwischen Banjul und Serekunda entlang rasten. Vorn an Jumbo und unsere Mandy (so heisst uebrigens unser Auto) mit kompletter Festbeleuchtung, dann wurde in der Mitte Platz gemacht und Africar uebernahm mit Vollgas die Fuehrungsrolle. Gegen 21 Uhr dann die Einfahrt in die “Blue Kitchen”, dem Zielpunkt der Rallye Dresden-Dakar-Banjul. Das Blaulicht des Polizeimotorrads erhellte die Nacht und “Jumbo Pott fuer Africar” entschied geschlossen ein Rennen ueber zweieinhalb Wochen und 7.500 Kilometer fuer sich. Erster, erster, erster. So faehrt man Rallye; getreu unserem Motto: “Wenn Engel reisen…”.

Mehr zum gestrigen Tag und der heissesten Etappe der Tour spaeter am heutigen Tag! Jetzt springe ich erstmal in den Pool!

Zur Etappe: Tag 15

St. Louis -Banjul

Um 5.30 Uhr, also viel zu frueh, klingelte der Wecker in unseren Zelten. Schnell wurde alles zusammen gepackt, bevor es im Konvoi mit Zolleskorte gen gambische Grenze ging. Die anstrengendste Etappe der Rallye wuerde es werden, da waren sich die Orgs sicher. Und sie sollten Recht behalten. Was mit entspannten 25 Grad am Morgen begann, endete mit wiederum entspannten 28 Grad am abend. Dazwischen fand einer der heissesten Tage statt, die ich je erlebt habe. Selbst die Temperaturen in der Sahara kamen da nicht dran. Einer der Orgs hatte am fruehen Nachmittag eine Temperatur von 42 Grad im Schatten gemessen, in der Sonne waren es sicherlich ueber 50 Grad. Der Wind, der normalerweise fuer Kuehlung sorgen soll, war noch heisser. So heiss, dass man die Hand nach kurzer Zeit wieder ins Auto ziehen musste, wenn man sie fuer “Kuehlung” mal rausgehalten hatte.

Anstrengend war die Etappe auch deshalb, weil die Strecke sehr anspruchsvoll war. Gerade die letzten Kilometer vor der Grenze nach Gambia hatten es in sich: was irgendwann einmal eine Strasse gewesen war, durfte sich nun “Schlagloch-Bingo-Strecke” nennen. Zu Beginn des Abschnitts schonten wir unseren Benz noch, irgendwann merkten wir aber, dass eine Schnelle Ueberfahrung der Schlagloecher fast schon noch besser fuer das Fahrwerk des Autos war. Also hiess die Devise: Vollgas.

Der Grenzuebertritt nach Gambia verlief reibungslos und unafrikanisch schnell, “Schuld” waren die Orgs, die schon mit den Paessen vorgefahren waren, um alles zu regeln. Wir hatten dann das Glueck, dass wir zur rechten Zeit am rechten Ort waren und einen Platz auf der ersten Faehre ueber den Gambiariver bekamen. So konnten wir dann auch den ersten Platz in der Gesamtwertung belegen, wie die ersten Zeilen dieses Textes beweisen.

Vor 19 Tagen standen wir noch in der Naehe von Dresden und waren uns nicht sicher, was auf uns zukommt. Nun sitze ich an der Bar der Baobab Lodge in Banjul, trinke ein kaltes JulBrew und kann ueberhaupt nicht fassen, dass die Rallye vorbei ist. Es ging alles so schnell und doch so langsam, es dauerte und flog vorbei, es war anstrengend, aufregend, kraftraubend, lustig, auch langwierig und stressig. Aber vor allem waren es 19 Tage voller neuer Erfahrungen, grenzueberschreitender Freundschaft, neuen Menschen, die aus ganz anderen Lebensumstaenden kamen und trotz ihrer Armut uns mit offenen Armen und Herzen empfingen. Es war touristisch,Abenteuer, schlecht fuer die Gesundheit, gut fuer die Lebenserfahrung, atemberaubend und stellenweise erschreckend. Es hat die Augen geoeffnet und die Seele beruehrt, es hat neue Freundschaften gebildet (Jumbo und Africar, ihr seid die Besten) und mich persoenlich weiter gebracht, Meinungen zerschlagen und neue Meinungen aufgebaut, den Horizent erweitert.

Die Rallye ist an sich zu Ende, doch die Rallye im Kopf, die Verabeitung der letzten zweieinhalb Wochen, beginnt genau jetzt. Und die Versteigerung oder Abgabe des Autos an eine Organisation steht noch vor uns, ausserdem werden wir ziemlich bald in das alltaegliche Leben in Afrika eintauchen und unsere Spenden uebergeben. Heute ist aber erst einmal entspannen angesagt, ich kann endlich wieder ganz in Ruhe Mails checken und die Informationen aus der Heimat einordnen. Routine stellt sich aber bei weitem nicht ein, denn immer wieder gegegnen wir neuen Eindruecken, die sich in unseren Gehirnen einbrennen werden und wahrscheinlich noch fuer einige Anfluege von Fernweh sorgen werden. Momentan sind wir aber ziemlich froh, erst einmal alles hinter uns zu lassen und am Pool zu entspannen.

Die Fotos der letzten Tage reichen wir nach, wenn die erste Muedigkeit (Art ist fuer das Fruehstueck aufgestanden und dann wieder ins Bett gegangen) vorbei ist. Nur eines hab ich direkt hinzugefuegt, so als Anregung zum Neid. :)

Wir haben es also geschafft und sind nun endlich hier. Danke an alle, die uns unterstuetzt haben, an uns gedacht haben, den Spot-Messenger verfolgt haben und in Gedanken bei uns waren.

Art und Sebastian (wahrscheinlich auch im Namen von Hardy, Lemmi, Philip und Lorenz, die den Text gleich zu lesen bekommen)

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Tag 13 und 14

(Art)

Nach einer recht kurzen Nacht im 12er Zimmer machten wir uns dran Nouakchott so schnell wie möglich zu verlassen. Das klappte erst ganz gut, aber wir kamen nicht weit, da ein paar SandLover Probleme mit ihrem Auto hatten. Nach einer Stunde, die zum frühstücken genutzt wurde, ging es dann auch schon weiter durch eine der trostlosesten und dreckigsten Städte, die ich jemals gesehen habe. In den 60er Jahren ursprünglich für 60.000 Menschen erbaut, hat die Stadt heute mehr als eine Million Einwohner. Ich hatte genug gesehen und schlief erst mal ein. Als ich wieder erwachte hatten wir Nuakchott hinter uns gelassen und fuhren in die Sahel – Zone ein, die den Übergang von Wüste und tropischen Klimazonen beschreibt. Hier begann der Dust- Teil der Diesel and Dust Challenge. Es ging über Staubpisten die ihren Namen wirklich verdienten und die von uns ausgiebig zum reinen rallyefahren genutzt wurden.

So groß der Fahrspaß auf der einen Seite war, so waren wir doch immer wieder schockiert ueber das was wir zu Gesicht bekamen. Die Armut der Bevölkerung, die sich schon während unser gesamten Afrikareise andeutete, zeigte sich immer deutlicher. Waren die Verhältnisse in Marokko noch menschenwürdig, wurden sie ab Mauretanien teilweise erschreckend. Je weiter südlicher wir kamen, desto mehr zeigte sich die Not.
Auch entgegen des Hinweises der Organisatoren, dass das “Spenden” an Grenzuebergaengen problematisch sein könnte, verteilten manche Teams dort Sachspenden. Vom gerechten Verteilen konnte aber nicht die Rede sein, es regierte eher das Prinzip des Stärkeren. Für mich war danach klar, dass es wesentlich besser ist Spenden zentral abzugeben, als sie auf dem Parkplatz zu verteilen.

Gegen fünf Uhr, wesentlich später als wir gedacht hatten, kamen wir am mauretanisch / senegalesischen Grenzübergang an. Wir stellten uns mental schon auf sechs Stunden warten ein, doch nach 45 Minuten ging es schon weiter zur senegalesischen Grenze. Und selbst da, unfassbar schnell für afrikanische Verhältnisse, ging es nach 2 ½ Stunden schon weiter. Gefahren wurde wieder im Konvoi mit Grenzbeamten als Begleitung. Es ging 100 km durch die Nacht bis zu einem Campingplatz in St. Louis. Dort gabs als Belohnung für die insgesamt doch sehr anstrengende Etappe ein eiskaltes Bier der Marke La Gazelle (0,63l !!).

Der Wetterbericht im Vergleich:
Dortmund: 3 Grad Celsius, bewölkt, teilweise Schnee/Regen
St. Louis: 33 Grad Celsius, Sonne, blauer Himmel

Der nachfolgende Ruhetag begann mit Ausschlafen und einem fantastischem Frühstück – Brot mit Omelette, Pommes und Salat. Nach unserer Enthaltsamkeit in der Wüste, wo wir uns zum Frühstück teilweise drei Thunfischdosen zu sechst geteilt hatten, ein wahres Festessen. Nach einem kurzen Bad im Atlantik, machten wir uns daran St. Louis zu erkunden. Die Stadt besteht aus mehreren kleineren Inseln und wir wollten eine Insel weiter, auf welcher sich die “Innenstadt” befindet. Der Weg dorthin gestaltete sich als 3 km langer Fußmarsch am Fluss entlang. Unser Weg führte am Fischmarkt vorbei, der nicht nur wegen seines regen Treibens sehr beeindruckend war. Manchmal ist es doch besser nicht zu wissen, wie mit dem Essen umgegangen wird, das man später isst…

Die richtige Bezeichnung für St. Louis ist glaube ich aufregend, Die Stadt ist weder schön, noch sauber, noch hat sie groessere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sie ist ein ziemlicher Moloch, der jedoch durch die Menschen, die hier leben, sehenswert wird. Trotz ihrer sehr bescheidenen Umstände, waren sie uns gegenüber sehr offen und freundlich. Vor allem durch die vielen Kinder in der Stadt wirkte die Stadt sehr lebendig.
Die Rückfahrt zum Campingplatz war allerdings die wahre Attraktion des Tages. In einem Bus, der nur aus durchlöchertem Stahl, Holzplanken und 4 Reifen bestand wurden wir nach “Hause” gefahren, bzw. die ersten Meter geschoben, da er nicht von alleine anspringen konnte.
Am Abend wurde sich ein wenig sportlich betätigt und entspannt, denn Morgen ist um 6 Uhr Abfahrt nach Banjul – die letzte Etappe unserer Rallye ist da!

PS: Die Fotos sind erst einmal Nachreichungen der Wüsten-Etappen, aktuellere Fotos kommen, sobald wir in Banjul sind.

15.03.2010

15. März 2010

Tag 11, 12 und 13

Dakhla – Wüste – Nouakchott

Die Vorfreude auf die Wüstenetappen stieg bei uns von Minute zu Minute, je weiter wir Dahkla (und damit den letzten großen Ort vor der Sahara) hinter uns ließen, je mehr sah die Landschaft nach dem aus, was wir als Europäer als Wüste bezeichnen würden.

Allerdings würde die Wüste noch etwas auf sich warten lassen, denn erst einmal musste die Ausreise aus Marokko und Einreise nach Mauretanien gemeistert werden. Pünktlich um neun standen wir also an der marokkanisch/mauretanischen Grenze und zack, elf Stunden später hatten wir die Einreise/Ausreise-Prozedur hinter uns. Afrikanisch korrekt wurden alle Pässe kontrolliert und wieder kontrolliert, um sie dann noch einmal zu überprüfen. Die Kalaschnikov immer im Anschlag, arbeiteten sich die “Grenzer” durch die knapp 100 Pässe. Problematisch war, dass erst kurz zuvor ein PC Einzug in die Grenzstation gehalten hatte und die Jungs sich erst einmal an die Arbeit daran gewöhnen mussten. Also saßen wir den ganzen Tag bei fast 40 Grad in, um, und an den Autos und langweilten uns zu Tode – eine absolut europäische Angewohnheit, die den Afrikaner komplett abzugehen scheint. Die warteten nicht, sondern existierten halt so lange, wie es eben dauerte. Afrikanische Gelassenheit von der man als Durchschnittsdeutscher noch einiges lernen kann.

Am nächsten Tag ging es dann im Konvoi in die Wüste. Nach der Abfahrt von der normalen Straße mussten wir den Reifendruck drastisch reduzieren, um im tiefen Sand besser voran zu kommen, außerdem gab es von Org Thorsten wertvolle Tipps, wie man sich in der Wüste zu verhalten hat. Dann ging es mit Vollgas über die Dünen und durch die steppenartigen Ausläufer der Sahara. Die Rüttelpisten forderten ziemlich schnell ihr erstes Opfer, nach knapp fünf Kilometern zerriss es uns die Bremssattelhalterung am Vorderrad – die marokkanischen Mechaniker, die unsere Feder repariert hatten, hatten leider vergessen, die Schrauben des Bremssattels anzuziehen. Hardy und Lemmi waren aber direkt zur Stelle und so war der Schaden ruck zuck repariert und es konnte weitergehen.

Bis zum Mittag ging es durch tiefe und weniger tiefe Sandpassagen, wir zogen und schoben eingesandete Autos raus und hatten das Glück, dass wir uns selbst nicht einsandeten. Bei 45 Grad Außentemperatur machten wir Mittag und benutzten zum ersten Mal unsere Solardusche auf dem Dach – das Wasser war allerdings schon fast zu warm.

Gegen Abend gab unser Benz dann zum zweiten Mal auf, irgendwo in einer der Leitungen der Niveauregulierung war es durch den zu großen Druck zu einem Leck gekommen und der Mercedes dankte es uns durch das vollständige Absenken seines “Arsches”. Das sieht nicht nur ziemlich doof aus, sondern macht die Fahrt durch die Wüste ungleich schwerer. Gott-sei-Dank hatten wir aber nur noch fünf Kilometer bis zu unserem Nachtlager und so dufte Art den Wagen bis dahin fahren, während ich bei den Orgs im Bulli saß. So konnten wir einiges an Gewicht einsparen. Damit kein falsches Bild aufkommt: ich war nicht die einzige Gewichtsersparnis, wir hatten auch den hoffnungslos überladenen Dachgepäckträger komplett entladen und auf andere Autos verteilt.

Im Nachtlager wurde dann neues Öl eingefüllt und der Wagen hob sich wieder auf das normale Niveau, allerdings war der genaue Ort des Lecks trotz fachkundiger Hilfe nicht auszumachen. Also heißt es seitdem: immer mal wieder Öl nachfüllen und hoffen, dass die Niveauregulierung bis Gambia durchhält.

Tag 2 in der Wüste ähnelte Tag 1. Man kann sich nicht vorstellen, wie viel “Nichts” man in der Wüste sieht. Egal in welche Richtung man schaut, nichts. Ich habe seit den Wüstenetappen absolutes Verständnis, dass Leute in der Wüste bekloppt geworden sind. Nach einem anstrengenden Tag, an dem unser Thermometer (die Skala reicht bis 50 Grad) “gesprengt” wurde, hatten wir uns eine Abkühlung verdient. Wir bekamen sie in Form des Atlantiks, an dessen Strand wir übernachten durften.

Am nächsten Tag ging es weiter über den Strand und zurück in die Zivilisation, nach Nouakchott, einem Moloch von Stadt, die aber auch mal gar nichts Schönes an sich hat. Dort bezogen wir ein Hotel und duschten zum ersten Mal seit drei Tagen wieder richtig, bis der letzte Sand aus der letzten Körperöffnung verschwunden ist, wir es aber noch einiger Duscheinheiten bedürfen. Ähnlich geht es auch unserem Auto, das von innen der Wüste gleicht. Es ist unglaublich, wie sich der Sand in jeder Ritze festsetzt. Wir werden sicherlich viel Spaß haben, die ganze (ich sag es mal deutlich) Scheiße in Gambia aus dem Benz zu bekommen.

Morgen geht es dann, wieder im Konvoi, zur Einreise in den Senegal.Das wird sicherlich auch wieder den ganzen Tag in Anspruch nehmen, allerdings geht es dann wieder direkt an den Strand, wo wir unseren dritten Ruhetag haben, nach den anstrengenden Etappen durch die Wüste merkt man auch langsam, dass wir diesen Tag unbedingt brauchen.

Soviel für jetzt, entschuldigt, dass ich nicht mehr geschrieben habe, aber wir haben uns nicht getraut, den Laptop in der Wüste herauszuholen, weil, wie gesagt, der Sand in die kleinste Ritze eindringt und das dem Laptop sicherlich nicht allzu gut getan hätte.

14.03.2010

10. März 2010

Tag 9 und 10

Layonne – Dakhla

(seb)

Tag 9 startete dank Lemmis Weckversuchen etwas frueher als die bisherigen Tage. Allerdings brachten uns diese zusaetzlichen Minuten im Endeffekt auch nichts, da Team Jumbo die Zeit nutzen musste, um den Wagen rallyefein zu machen. Also musste die Stossstange weichen, damit man einen freien Blick auf den Kuehler und den Unterfahrschutz hat.

Gegen 10.30 Uhr ging es fuer uns vom Camp mitten im Nirgendwo mit viel zu wenig Schlaf los, mal wieder. Die Westsahara gruesste uns mit bestem Wetter, schon morgens stieg das Thermometer auf 25 Grad. In Layonne, einer Stadt, die nur aus Militaer zu bestehen scheint (Westsahara ist von Marokko “eingemeindet” worden und versucht seitdem eher weniger erfolgreich, eigenstaendig zu werden), trafen wir die Orgs, die uns empfahlen, noch hier etwas zu essen. Wir fuehren also in die Stadt und suchten uns das naechstbeste Cafe, welches sich als Volltreffer herausstellte. Eiskalte Cola und ein super Haehnchen-Baguette machten den Morgen zu einem guten und die weiteren knapp 500 Kilometer zu einem Vergnuegen. Von Layonne ging es weiter, immer an oder in der Naehe der Atlanikkueste Richtung Dahkla. Jetzt wurde uns erst bewusst, wie sehr sich die Landschaft seit dem gestrigen Tag veraendert hatte. Gruene Huegel und Taeler mit Baeumen, Strauechern und Bachlaeufen waren Sandduenen, schroffen Felsenformationen und staubigen Ebenen gewichen. Die Strasse war mittlerweile richtig gut ausgebaut, so dass wir mit unseren drei Wagen mit lockeren 100 bis 110 Kilometer die Stunde dahinglitten. Zeitweise war die Landschaft so menschenleer, trostlos und staubig, dass man sich auf dem Mond fuehlte.

Mittagspause machten wir, nach einem Bad (Art, Lemmi und Lorenz badeten) im Atlantik, auf dem Motorhauben der Wagen, dann ging es weiter durch die wuestenartigen Gebiete entlang des Meeres. Die Strasse war gut ausgebaut und so kamen wir recht zuegig voran. Die vielen Polizeikontrollen, bei den wir einige unserer Geschenke loswerden „durften“, bremsten die Fahrt immer wieder, trotzdem kamen wir um kurz vor 20 Uhr.am Campingplatz kurz vor Dahkla an.

Den zweiten Ruhetag gingen wir ganz entspannt an, schliefen solange es uns die Sonne/Waerme erlaubte, duschten warm (für einen Euro) und fuhren in die Stadt, um den Audi von Africar mit einem Unterbodenschutz wuestentauglich zu machen. Waehrend Phillip und Lorenz die Arbeit beaufsichtigten, schauten wir uns die Stadt an, mussten aber schnell feststellen, dass es hier nicht allzu viel gab. Gegessen wurde dann in einer kleinen Klitsche, es gab Haehnchen, Calamaris, Pommes, Dips und Brot für vier Personen; gezahlt haben wir insgesamt 15 Euro. Ein Kaffee mit Milch (einer der besten, die ich je getrunken habe) ist für 50 Cent zu haben. Guenstig ist es hier, aber schön ist anders. Mittlerweile sitzen wir im besten Hotel am Platz, um diesen Bericht abzuschicken, weil es morgen in die Wueste geht. Damit sind wir dann erst einmal knapp fuenf Tage vom Internet abgeschnitten, erst wieder im Senegal werdet ihr also von uns hoeren.

Morgen (10.03.) muessen die Autos noch vollgetankt werden, die Zusatzkanister werden gefuellt und jedes Team muss knapp 70 Liter trinkwasser für die Tage in der Wueste mitnehmen. Wenn wir das erledigt haben, geht es zur Mauretanischen Grenze und dann ab in den Sand. Im Moment sind es 30 Grad und es fuehlt sich verdammt heiß an, mal sehen, wie sich 45 Grad anfuehlen.

Bis in ein paar Tagen, drueckt uns die Daumen, dass wir uns nicht zu oft einsanden und gut durch die Wueste kommen. Der Spot-Messenger (Tracking!) wird in dieser Zeit, mal abgesehen von Handyempfang auf einer der hohen Duenen, an der wir rasten werden, die einzige Moeglichkeit sein, unseren Weg nachzuverfolgen.

Entschuldigt bitte die vielen ue und oe, aber Arts Tastatur ist eine englische und ich habe nicht die Zeit, jetzt noch alles umzuwandeln.

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