9.03.2010

8. März 2010

Tag 7 und 8

Marrakesch – Aglou Plage – Layonne

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(Seb)

Als wir aufstanden war der Campingplatz schon fast leer, nur noch ein paar Teams und die Orgs waren vor Ort. Kurze Zeit später, wir waren gerade dabei, uns für die Dusche fertig zu machen, verließen dann auch die Orgs den Campingplatz. Das war bisher immer so gewesen und hatte ohne Probleme fuer uns funktioniert. Heute sollte es dann aber mal nicht so gut klappen. Wir machten uns langsam fertig, tranken noch einen Kaffee an der Rezeption des Campingplatzes und kauften noch gemütlich ein. Dann ging es los, immer Richtung Atlasgebirge. Wir hatten die, von den Orgs vorgeschlagene und mit ihnen abgesprochene, Alternativroute gewählt. Während viele Teams den weitaus weniger aufwändigen Weg zum nächsten Campingplatz in Aglou Plage gewählt. Wir wollten unsere Boldien bis auf knapp 2.200 Meter hinauf- und wieder herunter quälen. Wenn schon Rallye, dann richtig.

Die Strecke ist auch absolut mit einem normalen Mercedes Kombi zu bewältigen, allerdings sagten uns die Orgs auch, dass es bis zu neun Stunden bis zum Ziel dauern könnte, „wenn es schlecht läuft“. Diese Worte waren ungefähr soweit weg, wie das Altlasgebirge, als wir starteten. Sie würden uns aber im Laufe des Tages wieder einfallen. Es regnete wie aus Eimern, als wir Marrakesch hinter uns ließen und in die Ausläufer der Berge ein fuhren. Im letzten Bergdorf mit Tankstelle wurden alle Wagen noch mal betankt, dann ging es auf engen Passstraßen, vorbei an Ziegenherden, winkenden Kindern, kleinen Dörfern, steilen Hängen und reißenden Bächen immer weiter in den Atlas. Wir hatten im Vorhinein so viel über die Passstraße gehört und wurde nicht enttäuscht, die fast volle Speicherkarte ist Zeuge der unglaublichen Ausblicke, die uns das Atlasgebirge an diesem Tag bot. Anfangs ließen wir es schön ruhig angehen, hielten hier und da, machten Gruppen- und Autofotos und genossen die warme Sonne in den Wagen. Mit dem Erreichen des Tiz n Test-Passes (von uns auch Rock-A-Tiki-Pass genannt) auf über 2.000 Metern änderte sich das Wetter schlagartig, fast so, als würde die Regen- und Nebelfront, in die wir fuhren, nicht über den Berg kommen. Die Sicht lag teilweise bei weniger als zehn Metern, der Regen prasselte auf unsere Wagen nieder und die LKWs, die uns in den engen Kurven entgegen kamen, machten die ganze Sache auch nicht leichter. Mir wurde bei dem Gedanken mulmig, dass ich nicht weiter als 50 Meter sehen konnte, es aber direkt neben uns 1.000 Meter senkrecht hinunter ging.

Dann sandte sich Jumbo noch kurz ein, wurde aber von uns herausgezogen und weiter ging es. Kurze Zeit später übersahen wir ein Schlagloch und zerstörten uns irgendetwas an der Feder. Aber Hardy, unser Mercedesfachmann, meinte, dass es schon okay sei und so setzten wir unseren Weg fort.

Je tiefer wir wieder kamen, desto besser wurde das Wetter. Zum Schluss, auf knapp 500 Meter war es dann sogar richtig gut. Allerdings kam dann das zweite Problem, dass wir schon den ganzen Tag mit uns herum schleppten, zum Tragen: die Zeit. Denn bis zum Einbruch der Nacht war es nicht mehr lange und wir hatten noch mindestens die Hälfte der Strecke bis zum gewählten Zielort vor uns. So entschlossen wir uns, einen anderen Weg zu nehmen und den von den Orgs vorgeschlagenen Campingplatz in Aglou Plage anzusteuern. Das es bis dahin auch noch 200 Kilometer sein würden, war uns zuerst nicht bewusst, dann egal, zum Schluss allerdings wünschte sich wahrscheinlich jeder von uns, dass diese Nachtfahrt endlich ein Ende nahm. Verwöhnt von den marokkanischen Autobahnen, dachten wir uns, dass die „Bundesstraßen“ so schlimm nicht sein könnten. Falsch gedacht. Meiner Meinung nach hat der marokkanische Verkehrsminister nach dem Bau der tollen Autobahnen schlichtweg vergessen, dass es noch andere Straßen in Marokko gibt. Ich habe noch nie so viele Schlaglöcher auf einem so kurzen Stück Straße gesehen, wie auf dem Weg aus den Bergen und nach Agadir.

Um 22 Uhr kamen wir erschöpft, aber glücklich, dass wir es endlich geschafft hatten, am Campingplatz in Aglou Plage an.Wir hatten die Nachtfahrt durch Marokko überlebt und schworen uns direkt, dass wir nie wieder (auf der Rallye und außer an Ruhetagen) so spät aufstehen und losfahren würden. Dann wurden die Zelte aufgebaut und wir feierten unsere afrikanische Feuertaufe mit teurem marokkanischen Bier. Dass das „in der Nacht ankommen“ zum festen Ritual werden würde, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

(Art)

Wie hat man es schon in James Bond gelernt? Sag niemals nie. Bei uns müsste es heißen, schwör niemals nie. Beim allmorgendlichen Briefing, ich hatte ehrenhaft im Schnick-Schnack-Schnuck verloren und vertrat Jumbo Pott für Afrika, erfuhr ich, dass wir würden sowieso nicht vor Einbruch der Dunkelheit den Campingplatz in Layonne erreichen wurden. Daraufhin wurde unser Anspruch, schnell aufzubrechen ein wenig gedämpft.

Weitere Punkte des Briefings waren Informationen zu korrupten Polizisten, Wassermangel auf der Strecke, günstiger Sprit (ca. 70 Cent für einen Liter), Skorpionen und die der Hinweis auf die zu erwartende traumhafte Strecke.

Nach gemütlichen Zusammenräumen und Frühstück wurde unser Schaden vom Atlasgebirge unter die Lupe genommen. Ergebnis: eine gebrochene Feder vorne rechts. War keine gute Diagnose, aber es hätte schlimmer kommen können. In Deutschland ist dies weniger ein Problem, doch hier könnte so ein Schaden bei den Straßenverhältnissen nicht lange standhalten. Also wurde beschlossen die nächste Werkstatt anzufahren. Dies taten wir ca. 20 km nach unserem Campingplatz. An einer kleinen Tankstelle kümmerten sich sofort drei Mechaniker um unser Auto. In einer abenteuerlichen Reparatur wurde die Feder gedreht und der Wagen läuft wieder wie neu. Als Entlohnung bekamen die drei 400 Dihram (knapp 40 Euro) und einen Mercedes LKW von Team Jumbo. Ein fairer Preis, hätte diese Reparatur bei einem Mercedesvertragshändler so um die 1.000 Euro gekostet. Glücklich dat uns Mandy wieder fuhr machten wir uns daran viele Kilometer „abzureissen“, da wir nun doch recht weit hinter den anderen Rallyeteilnehmern zurück lagen. Vorbei ging es an einer wunderschönen Steilküste, die viele andere Abenteurer zum paragliden nutzten. Als wir dann nach einer knappen Stunde ins sehr schöne und blühende Hinterland fuhren, säumten den Weg viele große marokkanische Familien zum Picknick. Wir hätten ihnen gerne Gesellschaft geleistet, doch die Zeit drängte leider – noch 350 km zu fahren und hatten schon Nachmittag.

Ab und zu durchfuhren wir kleinere Ortschaften, wie z.B. Guelmin. Guelmin brachte uns drei Dinge. Die Erkenntnis, dass man in marokkanischen Städten von Strassenschildern nicht viel hält, viele schöne Fotos von einheimischen Menschen und es gab die erste Spontanspendenaktion von Team Jumbo und Africar. Nachdem wir zum vierten mal am gleichen Platz vorbei fuhren, hielten wir, um nach dem Weg zu fragen. Sofort kamen viele Kinder zu uns an die Autos und fragten nach Cadeaux (Geschenk). Wie uns beichtet wurde, „Haben wir ihnen gerne gegeben, aber irgendwie haben sie es sich auch genommen…“.

Die nachfolgenden Stunden konnten wir dann, bis auf die üblichen P – Pausen, ohne größere Unterbrechungen durchfahren.Wieder mussten wir durch die Nacht fahren, was sich hier immer wieder als recht anstrengend zeigt. Auf den letzten fünf Kilometer bekamen wir unsere erste Off-Road Erfahrung, da der Weg zum Campingplatz eine sandige Buckelpiste war. Orientiert wurde sich an kleinen Rückstrahlern, die von Zeit zur Zeit in der Dunkelheit auftauchten. Am Campingplatz wurde in nun schon bewährter Manier das Lager aufgebaut, auf das ein beeindruckender Sternenhimmel und eine nicht weniger schöne Discokugel hinunter strahlte.

Tag 5 und 6

Larache – Marrakesch

(seb)
Die erste Nacht auf afrikanischem Boden hätte so entspannt in einem Hotel, mit einem richtigen Bett, gefeiert werden können. Aber erstens hatten fast alle Rallyefahrer dieselbe Idee (was nicht gut ist, wenn das Team Jumbo Pott für Afrika grundsätzlich als letzter irgendwo aufschlägt) und zweitens konnte sich der kleine Teil des Teams (2), der im Hotel schlafen wollte, nicht gegen den Rest der Schlechtwetter-Camping-Liebhaber (4) durchsetzen. Bei miesem Wetter kamen wir also auf dem Campingplatz in Larache an und versuchten uns, nachdem mindestens fünf „Einweiser“ uns ordentlich in vier Meter breite Parklücken eingewiesen hatten, häuslich einzurichten. Das klappte dank einer Plane, einer Stange und vieler Seile hervorragen und so wurde die erste Nacht in Afrika dann doch noch feucht-fröhlich anstatt nur feucht.

Am nächsten Tag ging es dann in Richtung unseres ersten Hauptziels, auf das ich mich persönlich am meisten gefreut habe: nach Marrakesch. Entlang der Autobahn erlebten wir dann die ersten Kulturschocks mit Hunden, Menschen und Eselskarren auf der Autobahn. Schön waren auch die geschätzten 1001 Polizisten, die versteckt hinter Büschen und Mauern mit ihren ausgedienten französischen Radarpistolen standen, meist aber nur Marokaner rauswinkten. Wir hielten uns (nach Org-Warnung und wahrscheinlich zum ersten Mal in unseren Leben) strickt an die zulässige Höchstgeschwindigkeit, was zumindest auf der marokkanischen Autobahn kein Problem darstellte, weil wir mit 100 Sachen (bei erlaubten 120) dahinjuckelten.

Nach diversen Tank-, Einkaufs- und Essensstopps (unter anderem ein Halt bei McDonalds, um den sehr empfehlenswerten McArabia zu essen) kamen wir nachmittags am Campingplatz an einer Ausfallstrasse Marrakeschs an und machten uns, nach zähen Verhandlungen über die Möglichkeit, unsere Autos direkt an den Zelten zu parken, heimisch. Dank des Vorzeltes von Team Jumbo waren wir sonnen- und regenschutztechnisch bestens ausgestattet.

Erst einmal ging es in voller Teamstärke in die City von Marrakesch, um sich den Platz der Gehängten mit seinen vielen Essensständen und die Altstadt mit ihren engen Gassen anzuschauen. Der Chef des Campingplatzes hatte einen Minibus organisiert und so ging es mit anderen Rallyeteilnehmern in die City – zu diesem Zeitpunkt waren wir ihnen noch recht sympathisch, auch wenn sie es für unangebracht hielten, mit einem Cuba Libre in der Hand die City unsicher zu machen. Aber was will man machen, wenn direkt am Zelt frische Limonen wachsen? Die werden ja schlecht, wenn man sie nicht für etwas benutzt – und Verschwendung ist nicht unsere Sache. Angekommen am Platz der Gehängten (es war mittlerweile dunkel) liefen wir gegen eine Wand aus Düften, Lauten und Eindrücken, die merklich jeden von uns tief beeindruckten. Der Platz der Gehängten ist einer der zentralen Plätze der Stadt, wohl auch einer der, die nur wegen der Touristen sind, wie sie sind. Man wird zumindest von Schlangenbeschwörern, Leuten mit Äffchen an der Kette und Frauen, die Schmuck, Holzgefäße oder auch mal nur Tempo-Taschentücher verkaufen, permanent bedrängt. Ric htig heftig wird es dann, wenn man sich in den Bereich der unzähligen Fressbuden begibt, in dem (ich nenne sie mal so) Promoter versuchen, dich in „ihr“ Restaurant zu ziehen. Komischerweise wurden wir meist als Deutsche erkannt und bekamen ein „Schweinsteiger“ hinterher gerufen. Als wir dann mit einem netten „Merci“ ablehnten, wurde aus den „Schweini“-Rufen ganz schnell „Schwuls“-Rufe, was den Promotern sichtlich Spass und uns um einen Spruch reicher machte, den wir auf einen der beiden Tourtische schreiben konnten. Was, ihr wisst noch gar nicht, was unsere Tourtische sind? Dazu auch später mehr.

Wir schlenderten durch die kleinen, dunklen und engen Gassen der Altstadt und schauten uns Geschäfte mit landestypischen (toll verzierte Lampen, kleine Trommeln, bunte Kleidung) und urlaubtypischen Souvenirs (Ed Harty, Lui Vutton und Dolze & Gambana – ja, es gibt tatsaechlich so schlechte Fälschungen) an, bevor wir uns entschieden, etwas auf dem Markt zu essen. Essen ist allerdings für die Auswahl, die kurze Zeit später auf unserem Tisch stand, untertrieben. Es war mehr ein Festmahl, mit verschiedenen Fleischspiessen, Meeresfruechten, Brot, Saucen, Cuscus und einem Minz-Tee zum Abschluss. Um 23 Uhr sollte unser Mini-Bus zurück zum Campingplatz fahren, also hatten Team Lorenz (also Lorenz) und ich noch Zeit, ein bisschen im Netz zu surfen, während der Rest schon mal zur Bushaltestelle ging. Um 22.51 Uhr kam dann der Anruf, dass wir uns beeilen sollten, weil der Busfahrer los wolle. Wir beeilten uns, mussten aber feststellen, dass unsere Plätze schon besetzt waren und eine ältere Rallyeteilnehmerin gemeinsam mit ihrem Mann darauf drängte, doch endlich los zu fahren, weil man ja den Bus „bestellt habe“ und nicht länger warten wollte.

Uns war es ziemlich egal, da wir eh lieber ein traditionelles Fortbewegungsmittel nehmen wollten, mit dem man zusätzlich auch billiger fahren konnte. Die Wahl fiel auf eine Mercedes W123-Limousine, allerdings waren wir zu sechst, was unserer Meinung nach ein Problem darstellte. Nach Meinung des Taxifahrers war das allerdings überhaupt kein Problem und so saßen wir ziemlich schnell mit sechs Mann im Benz. Art und Hardy (beide 1,98 Meter) quetschten sich nach vorne auf den Beifahrersitz, Lemmi, Lorenz, Phillip und ich saßen hinten – durchaus bequem – und preschten mit dem Taxi durch Marrakesch.

Dann begann der „besinnliche“ Teil des Abends, den wir bei gutem spanischen Bier (Steinkrug), guter Berliner Musik (Seeed) und guten Gesprächen (Schwuls! Selber schwuls!) ausklingen lassen wollten. Daraus wurde aus vielen Gründen nicht und am nächsten Morgen meinten unsere Zeltnachbarn, dass wir uns mit der vergangenen Nacht „keine Freunde“ gemacht hätten, woraufhin Art, noch im Zelt liegend, meinte, dass das auch gar nicht unsere Absicht gewesen war. Die Ereignisse zwischen unserer Ankunft am Campingplatz (23.30 Uhr) und Arts Spruch (9.30 Uhr) habe ich nachfolgend zusammengefasst und gebündelt,:

23.30 Uhr:Ankunft am Platz
23.35 Uhr: Cuba Libre Nr. 2
23.37 Uhr: Bier Nr. 1
23.56 Uhr: Musik läuft leise
00:40 Uhr: Bier Nr. 4
01:05 Uhr: Musik läuft auf Zimmerlautstärke (ohne vorhandenes Zimmer)
01:30 Uhr: Bier? Ja, ein halbes trink ich noch, dann is aber Schluss.
01:45 Uhr: Morgen ist ja Ruhetag, da können wir ausschlafen.
01:46 Uhr: Musik auf voller Lautstärke
02:30 Uhr: Riddim No. 1 von Seeed läuft mal wieder, es wird mitgesungen
02:45 Uhr: Das Vorzelt wird zum Club, es tropft von der Decke, die Leute tanzen
04:00 Uhr: Chop Sui von System of a Down, Pogo im Türbereich von Jumbo
04:05 Uhr: Diver über den Tourtisch, vorgeführt in Perfektion von irgendjemandem aus Berlin, der den Nachnamen eines Designers als Vornamen trägt
04:05 Uhr: Fire von Scooter, Headbangen von Lemmi
04:45 Uhr: Abruptes Ende der Party

Die Gründe für das doch sehr abrupte Ende der Party sind bekannt, bleiben aber unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Nur so viel: Team Africar bekam am nächsten Morgen ein Selbstbau-Blinkergehäuse zusammen gezimmert, weil das Originalteil durch viel Kopfarbeit den Weg allen Irdischen ging. Wer sich daraus einen Reim machen kann: Willkommen im Team Jumbo Pott für Africut, äh, Africar.

Um 5.30 Uhr lagen wir dann auch endlich im Bett. Ich erwachte wohl als erster, irgendwann gegen neun Uhr, mit einem dicken Kopf und dem Gefühl, dass die Rallye so eine Party wohl noch nie gesehen hat. Geweckt wurde ich von lauten Stimmen, die vor unserem Stellplatz diskutierten. Angeführt wurde das Gespräch vom Campingplatz-Chef, der es schaffte, uns in einem Satz gleichzeitig zu verfluchen und zu feiern. Unser erster Fan war geboren, von da an sagte er immer „Nächste Nacht nicht so laut, bitte.“, um uns dann mit einem „Daumen hoch“ für die gelungene Festivität zu gratulieren.

Der Ruhetag in Marrakesch wurde seinem Namen durchaus gerecht, denn bis 15 Uhr ging erstmal gar nichts. Lorenz machte sich schon etwas früher auf in die City, um sich ein Hostel für die Nacht zu suchen, der Rest des Teams verbrachte die Zeit bis zum späten Nachmittag mit Reparaturarbeiten am Tourtisch und Entspannen unterm Vordach der Jumbos.

Ach ja, ich wollte ja noch erwähnen, was genau mit Tourtische gemeint ist. Angefangen hat alles mit unserem Tisch auf dem spanischen Campingplatz. Wie man den offiziellen Rallyeberichten vielleicht entnehmen kann, haben wir Schablonen gebastelt, mit denen wir „Pott für die Welt“, „Jumbo Pott für Afrika“ und seit neustem auch unser neues, gemeinsames Logo, den Pylon aufsprühen können. Die ersten Versuche mussten natürlich auf etwas Eigenem stattfinden. Just in diesem Moment packte jemand unseren Tisch aus, der dann prompt zum Tourtisch ernannt wurde. Seitdem wird unser (und mittlerweile auch der vom Team Jumbo) besprüht und mit Sprüchen beschrieben, die uns entlang unseres Weges irgendwie in den Kopf oder zu Ohren gekommen sind. Die Tische sehen also auch dementsprechend aus, wir haben sie aber so lieb gewonnen, dass wir schon überlegen, wie wir sie wieder nach Deutschland bekommen.

Am frühen Abend nahmen wir uns dann wieder ein Taxi (es warteten knapp 25 Leute auf dem Campingplatzbus mit nur 15 Sitzplätzen) und fuhren abermals in die City, um uns Marrakesch noch einmal im Hellen anzuschauen, ein paar Souvenirs zu kaufen und das fantastische Essen auf dem Platz der Gehängten zu kosten. Angekommen auf dem Platz ging es direkt zum Schneckenstand, an dem sich Lemmi eine Portion bestellte. Art und ich probierten beide auch, ich hatte noch zwei Stunden später das Gefühl, dass die Schnecken irgendwo in meinem Magen herum krochen, ernsthafte Folgen zog der Genuss der Tierchen aber nicht nach sich. Im Anschluss an die Schnecken-Verkostung ging es in das Gewühl der Basare der Stadt, auf denen man alles und nichts kaufen kann. Wir deckten uns mit Sonnenbrillen, Ledertaschen und Souvenirs ein und nutzen die Zeit, die wir noch vor dem offiziellen Treffpunkt mit den Orgs auf dem Markt hatten, um uns auf einer der vielen Terrassen rund um den Platz der Gehängten einen Kaffee zu genehmigen und ein paar Fotos „von oben“ zu schießen. Wir waren gerade oben auf dem Sonnendeck des Cafés angekommen, da began der erste Muezin ????? im Minarett der Moschee neben uns zum Gebet zu rufen. Über Marrakesch ging langsam die Sonne unter, im Hintergrund erstrahlte der Atlas in seiner vollen Pracht und nach und nach kamen immer Muezine ?????, verteilt über die ganze Stadt, hinzu. Man kann sich, glaube ich, vorstellen, was für eine Stimmung über der der Stadt, der Terrasse und auch uns lag. Genau so wollte ich Marrakesch erleben.

Nach dem anschließenden Essen ging es für fünf von uns zurück zum Campingplatz; Lorenz blieb in der Stadt und ließ sich noch etwas treiben.

Zurück auf dem Campingplatz hielten wir uns brav an das Versprechen gegenüber dem Chef des Platzes und drehten die Musik erst gar nicht auf. Phillip hatte sich schon ins Bett verabschiedet und auch wir anderen waren dabei, uns die Zähne zu putzen, als die Orgs vorbei kamen. Da wir den Organisatoren dieser Tour natürlich nicht widersprechen wollten, setzten wir uns mit geputzten Zähnen zusammen mit den Orgs zurück an die Tourtische. Dadurch wurde es aber natürlich wieder eine kurze Nacht – und das vor der Überquerung des Atlasgebirges, die für den nächsten Tag anstand. Aber dazu bald mehr.

Tag 3 und 4

Spanische Küste bei Garrucha – San Roque – Campingplatz Larache (Marokko)

(Art)

Der dritte Rallye-Tag startete sehr entspannt mit spätem Aufstehen, einer ausgiebigen Dusche und einem improvisierten Frühstück. Danach wurden die Autos startklar gemacht und ab ging es entlang der Küste zurück auf die Autobahn, um die letzten knapp 400 Kilometer bis zum Treffpunkt in San Roque abzureißen. In den Bergen direkt an der Küste konnten wir dann schon mal testen, wie die Boliden sich im Atlasgebirge in Marokko anfühlen werden. Nach zwei sonnigen Tagen mit Höchsttemperaturen von 25 Grad zeigte der Süden Spaniens beim Verlassen der Küste sein wahres winterliches Gesicht mit Regen wie aus Eimern. Dies tangierte das neu formierte Team „Jumbo Pott für Africar“ allerdings nur peripher. Konsequent wurden die kurzen Hosen angelassen, denn hey, wir waren doch in Südspanien!

Da wir immer mal wieder für kleine Rallyefahrer rausfahren mussten und sich diese kurzen „Pitstops“ dann doch meist zu längeren Pausen entwickelten, kamen wir erst gegen sechs Uhr Abends auf dem Campingplatz in San Roque an, der von dem wahrscheinlich vollsten Wärter Spaniens bewacht wurde. Nachdem wir passieren durften, wurden zuerst die Zelten aufgeworfen und dann der nächste Supermarkt aufgesucht. Dort: Geburtsstunde von Team Lorenz! Zu den Hintergründen möchte ich nur soviel anmerken, dass es Lorenz sich durch ein, zwei bemerkenswerte Geniestreiche verdient hatte, als eigenes Team aufzutreten.

Nach gefühlten fünf, geschätzten vier und tatsächlichen drei Stunden waren wir, vollbepackt mit schönen Sachen die das Leben schöner machen, wieder am Campingplatz angekommen. Dort trafen wir auch auf einen Teil der restlichen Teams (viele hatten es beim Anblick des Campingplatzes vorgezogen, in einem Hotel zu übernachten), sowie auf die Orgas, welche die Nordroute über Bordeaux gefahren waren und unglücklicherweise Kyrill 2 Hallo sagen mussten.

Der Abend wurde gefüllt mit schönen und nicht so schönen Tourberichten, die Mägen von Jumbo Pott für Africar mit recht viel Cervecas; und auch die Laterne sieht jetzt wieder richtig schön aus, nachdem wir mit Sprühdose und Schablone angerückt waren.

Der nächste Morgen kam folgerichtig etwas schwer in die Gänge. Wir hatten drei Stunden Zeit, um unsere Sachen zu packen, letzte Einkäufe zu tätigen und um zwölf Uhr Mittags die Fähre nach Tanger/Marokko zu erwischen. Dieses Ziel wurde, zur unserer eigenen Überraschung, ziemlich souverän erreicht. Am Hafen konnten wir schon mal einen Vorgeschmack bekommen, was uns bei Grenzübergängen und sonstigen Kontrollen erwarten wird: Warten, warten und nochmals warten. Nach anderthalb Stunden durften wir zum Teil auf die Fähre auffahren, nach weiteren zwei Stunden legte sie dann auch „schon“ ab.

Einschub: Wir sind sehr begeistert wie viele von euch unsere Trackingseite verfolgen, seid alle nochmals sehr lieb von uns gegrüßt. Doch wir sind nicht nur per Satellit zu verfolgen – unsere Route ist auch mittels farbiger Eyecatcher gekennzeichnet. Neuster spektakulärster Ort ist der Fahnenmast unserer Fähre.

Die Fährüberfahrt (drei Stunden) war nicht minder spektakulär. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal bei einem solchem Wellengang auf einem Schiff gewesen zu sein. Dieser übertrug sich natürlich eins zu eins auf unser Schiff, bei dem der ADAC wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätte.So bildeten sich zwei Gruppen von Passagieren: Eine, die versuchte sich die Zeit mit Essen, Meer gucken, Quatschen und Schlafen zu vertreiben während sich die zweite Gruppe die schönen Erlebnisse nochmals „durch den Kopf gehen ließ“.

Vor der Fähre ist nach der Fähre; soll heißen: Warten, warten und nochmals warten – eine Stunde Warten auf dem Parkdeck, weitere anderthalb Stunden Wartezeit auf dem Parkplatz.Diese wurde mit einem spontanem Motorhaubenpicknick überbrückt. Dann ging es auch irgendwann los in den marokkanischen Großstadtdschungel, bei dem Beinaheunfälle anscheinend zum guten Ton dazugehören. Mit einem kleinen Umweg ging es dann nach Larache, wo wir erst in ein Hotel einchecken wollten. Allerdings standen da schon so viele Rallyeteilnehmer für ein Zimmer an, so dass wir uns entschieden, trotz des schlechten Wetters, den Campingplatz aufzusuchen. Dann ging es nach einem Feierabendbier in die Zelte zur ersten Nacht in Afrika.

@ Torsten S.: Danke für die SMS. Klar benehmen wir uns! Und falls du Bier trinkst, dann trinken wir nur das, was du auch trinken würdest. ;)

Tag 1 und 2

Hohberg – Frankreich – Spanien

(Seb)

Vorgeschlagen von den Organisatoren ist die Europa-Route über Angloueme und Madrid nach Algeciras. Wir entschieden uns, zusammen mit Team Jumbo und Team Africar, für die südliche Route entlang der Mittelmeerküste. Und das sollten wir nicht bereuen, aber dazu gleich mehr.

Los ging es mit Lorenz und Phillip vom Team Africar in Hohberg, wir waren schon da das letzte gestartete Team. An einem der ersten Rastplätze, noch vor der französischen Grenze warteten wir dann auf Team Nr. 3, Hardy und Lemmi vom Team Jumbo. Unser vorgeschlagenes Tagesziel war zu diesem Zeitpunkt noch das ca. 1200 Kilometer entfernte Barcelona. Die Einfahrt nach Frankreich wurde dann standesgemaess gefeiert: mit dem „Umchecken“ des erstbesten französischen Pylonen. Danach ging es mit Tempo 100-110 (Jumbo am Berg: negativen Beschleunigung und maximal 80 km/h) über Lyon und Orange Richtung spanische Grenze. Bei einem der zahlreichen Zwischenstopps kam dann irgendwann die Idee auf, einfach noch ein paar Kilometer abzureissen. Gegen 23.30 Uhr (noch Sonntag) steuerten wir einen Rastplatz an, versorgten uns schnell mit lauwarmen Ravioli aus der Dose. Danach ging es fuer zwei Stunden in die Autos; schlafen war angesagt. O-Ton Art: „Ich kann voll nicht im Auto pennen.“ Ich hatte nicht einmal die Autotür geschlossen, da kamen vom Beifahrersitz schon rhythmische Atemgeräusche. So sieht das also aus, wenn man nicht im Auto pennen kann. Ich konnte dann tatsächlich nicht pennen, was aber okay war, weil es absolut unnatürlich wäre, wenn man als normaler Mensch eingeklemmt hinter dem Steuer auf einem gut beleuchteten Rastplatz in der Einflugschneise des Girona Airports schlafen kann.

Um drei Uhr in der Nacht ging es dann weiter durch Spanien, bis zum Morgengrauen fuhr der ausgeschlafene Art und ich konnte zumindest teilweise den dringend nötigen Schlaf nachholen. Das ging dann auch ganz gut, nur ab und zu nervten die Funksprüche, die Art mit den anderen Teams wechselte. Aber bei einer Nettoschlafzeit von einer Stunde in den letzten 20 Stunden nimmt man alles mit.

Kurz vor dem Abbruch des neuen Tages übernahm ich das Steuer und wir fuhren weiter in die nun immer stärker werdende Sonne. Um 10 Uhr dann der obligatorische Frühstücksstopp, der durch eine dringend nötige Radioreparatur bei Team Africar etwas länger ausfiel. Außerdem erledigten wir unsere gute Tat für den heutigen Tag, in dem wir zwei marokkanischen Damen den Wagen anschoben.

Mittlerweile war es zehn Uhr und wir waren knapp 50 Kilometer vor Valencia. Den Plan, direkt bis nach La Rocque zu fahren, um dort dann anderthalb Tage auszuspannen, bevor der Rest der Rallye wieder zu uns stößt, wurde schnell verworfen und gegen einen neuen Plan eingetauscht: wir entschieden uns, bis zum frühen Nachmittag zu fahren und hofften, bis dahin irgendwo um Granada herum angekommen zu sein.

Gesagt, gefahren, verfahren, eingekauft, eine andere Rallye getroffen, Batterie aus Versehen geplättet und schon waren wir an der Küste, in einem schönen Badeort, der ziemlich ausgestorben schien und dessen Namen ich bis jetzt nicht weiß. Wir fanden hier dann auch nach langem Suchen einen Campingplatz, auf dem wir uns häuslich einrichteten, um endlich richtig zu schlafen. Und um zu feiern, dass es morgen nur noch knapp 400 Kilometer bis zum Treffpunkt sind und wir deshalb ausschlafen können. Eine Sache, die in den nächsten 14 Tagen sicherlich zu kurz kommen wird.

Bis morgen, oder eher bis übermorgen, dann aus Marokko.

Hier sind eure Rallyefahrer, live (via Christiane) von der Strecke.

Wir befinden uns jetzt knapp 50 Kilometer vor der französischen
Grenze. Zusammen mit den Teams “AfriCar” und “Jumbo” haben wir uns für
die südliche Route durch Frankreich und Spanien entschieden, weil wir
so schneller und bequemer, aber leider auch teurer (Maut) reisen. Der
Rest fährt über Angouleme und Madrid nach Südspanien.

Heute wollen wir versuchen, bis Barcelona zu kommen. Bis wohin wir es
tatsächlich schaffen, könnt ihr ja auf der Tracking-Seite sehen.

erste Rast mit Team africar. Team Jumbo ist noch 50 km hinter uns und holen gerade auf.

28.02.2010

Jetzt sind sie weg!

Christiane aus der Basisstation:

Nun seht Ihr die ersten Bilder vom Eintreffen am ersten Treffpunkt am Elbufer in wunderschöner Kulisse der Stadt Dresden, von der Begrüßung durch den Bürgermeister und fast allen Bewohnern des Örtchens Hohnstein, von der Übernachtung im Naturschutzgebiet in Hohnstein und vom langersehnten START der RALLYE-DRESDEN-BANJUL …

Jungs, wir werden Euch vermissen!

Und ein kleines Schmankerl aus der Stadt HOHNSTEIN

der Empfang in Hohnstein

27.02.2010

Vielen Dank!

Heute geht die Rallye in endlich los. Ein Jahr der Planungen, Sponsorengespräche und Schrauberaktionen sind vorbei und es geht ans Eingemachte. Der Start ist um 9.30 Uhr in Hohnstein bei Dresden, die erste Etappe hat es mit knapp 900 Kilometern gleich mal richtig in sich. Schon hier kann unser Bolide zeigen, aus welchem Blech er ist.

Uns bleibt an dieser Stelle, wo es für uns langsam aber stetig gen Afrika geht, nur zu sagen:

VIELEN DANK!

Vielen Dank an all die Sponsoren und privaten Spenderinnen und Spender. Vielen Dank an alle Leute, die uns geholfen haben, egal ob mit Rat und Tat, finanziellen Mitteln oder Sachspenden. Vielen Dank an die Firmen, die von unserer Idee überzeugt waren und die uns unterstützen wollten. Vielen Dank an die vielen Freunde, die uns Mut zugesprochen haben, wenn irgendetwas mal nicht so gut klappte. Vielen Dank an alle, die uns mit ihren Ideen und ihrer Kreativität geholfen haben. Vor allem aber auch vielen Dank an unsere Eltern, die zwar sicherlich nicht hundertprozentig davon überzeugt sind, dass wir mit einem Auto durch Afrika fahren, aber uns trotzdem nach Kräften unterstützt haben. Sebastian möchte noch explizit seiner Freundin Christiane danken, für die viele Geduld, wenn die Gespräche immer wieder auf die Rallye-Vorbereitungen kamen und für die Hilfe im letzten Jahr, die unsere Teilnahme erst möglich gemacht hat. Beim nächsten Mal fährste mit, mein Schatz.

Wie? Hat da einer nächstes Mal gesagt? Na ja, da reden wir noch mal in knapp drei Wochen drüber.

26.02.2010

Vorabend der Rallye

Die erste inoffizielle Etappe ist geschafft, wir sitzen mit Christiane und Pierre in der Brand Baude, irgendwo oben auf einem Felsen mitten in der Sächsischen Schweiz. 100 Liter Freibier liegen vor und 700 Kilometer Strecke hinter uns, morgen um 8.30 Uhr startet die Rallye – das wird eine kurze Nacht!

Leider gibt es nur ein Foto, da die Internetgeschwindigkeit hier zu wünschen übrig lässt.

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Da wir nicht wissen, in welchen Abständen wir an Internetcafés und Hotels mit WLAN vorbei kommen, kann es sein, dass unsere Zwischenberichte von Zeit zu Zeit auf sich warten lassen. Die Rallyeorganisatoren sind da etwas besser vorbereitet: per Satellitentelefon können ihre Daten von überall, auch mitten aus der Wüste, hochgeladen werden. Von daher werden wohl die offiziellen Etappen-Berichte mit Abstand aktueller sein als unsere – und so wollen wir euch auf jeden Fall eben diese offiziellen Verlautbarungen der Rallye ans Herz legen. Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr auf die Rallyeseite und dort direkt zur Übersicht der Etappen. Wo wir uns genau befinden könnt ihr aber auch weiterhin über unsere Homepage herausfinden, in dem ihr auf den Reiter Tracking klickt und unsere per SPOT Messenger festgehaltene Route verfolgt.

Rallye-TBG_klein

Seit heute sind wir echte Zechenkinder. Heute gab es nämlich für Art und Sebastian die lang ersehnten zechenkind-Jacken aus alten Bergarbeiter-Klamotten. Anika legte gemeinsam mit Christiane noch letzte Hand an die Schulterklappen von Sebastians Jacken, bevor wir jeder sein eigenes Unikat in die Hand nehmen und anprobieren konnte. Saßen, passten, hatten Luft. Also ging es raus zum Fotoshooting mit dem Benz und den Jacken. Da zeigte sich einmal mehr, dass wir ganz Profi sind, egal ob als Rallyefahrer oder Jackenmodel. Wir konnten so inhaltsleer in die Ferne gucken (das macht man als Model so), dass es eine wahre Freunde war.

Und in der Auswahl unserer Sponsoren zeigt sich einmal mehr, dass wir mit jeder Faser unseres Körpers Kinder des Ruhrgebiets sind und das mit stolz geschwelter Brust behaupten, überall, und wann immer man uns fragt: Pott für die Welt halt.

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